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Die Hamburger Energiewerke GmbH (HEnW) sind ein 100 % städtischer Energieversorger. Zur Erreichung der Klimaziele der Freien und Hansestadt Hamburg soll der Anteil der kohlebasierten Fernwärme bis 2030 von aktuell ca. 64 % auf null reduziert werden. Hierzu wurde das Programm "Tiefstack Transformation (TiTra)" initiiert. Am Standort Heizkraftwerk (HKW) Tiefstack erzeugen derzeit zwei steinkohlebefeuerte Dampferzeuger im KWK-Betrieb Strom und Fernwärme. Zur Dekarbonisierung dieses Standortes ist die Substitution des Brennstoffs Steinkohle durch Erdgas (H-Gas) vorgesehen. Ergänzend sollen die Dampferzeuger übergangsweise mit Heizöl EL (HEL schwefelarm nach DIN 51603-1) betrieben werden können. Vergabeeinheit 2 (Los 2) "Brennstoffversorgung" dient der Herstellung der für den Gas- bzw. Öl-Betrieb erforderlichen Brennstoffinfrastruktur vom Austritt der neuen Gasdruckregel- und Messanlage (GDRMA) bis zu den Brennern sowie der Anpassung der Ölversorgung auf die geänderten Leistungsanforderungen. Der Projektumfang der Vergabeeinheit 2 (Los 2) umfasst insbesondere die Planung, Lieferung, Errichtung und Inbetriebsetzung der Gasleitung von der GDRMA zum Kesselhauseintritt und von dort bis zu den Brennerregelstrecken. Hierzu gehören die Brennstoffhauptabsperrungen, die Filter- und Druckminderstation, die erforderlichen Absperr- und Entlüftarmaturen, Ausblaseeinrichtungen, Messstellen für Druck, Temperatur und Volumenstrom sowie das Stickstoff-Spülsystem und die Steuerluftanschlüsse. Darüber hinaus ist die Errichtung der vollständigen Unterkonstruktion für die Gasleitung Bestandteil von Los 2. Dies beinhaltet einen neuen Unterstützungsstahlbau in verschiedenen Abschnitten, eine neue Stahlbau-Bedienbühne einschließlich der zugehörigen Fundamente sowie die Anpassung vorhandener Stahlbauten und Rohrbrücken. [Optional] Weiterhin umfasst Los 2 die Anpassung und Erweiterung der Ölversorgung. Hierzu zählen der Austausch der Öl-Lagerpumpen und der kesselseitigen Pumpengruppen sowie der teilweise Austausch der oberirdisch verlegten Ölversorgungsleitungen durch Leitungen mit vergrößertem Durchmesser, auf Rohrbrücken einschließlich Begleitheizung und Isolierung. Ebenfalls im Leistungsumfang enthalten sind die Erstellung aller notwendigen statischen Nachweise sowie die Planung und Ausführung der Korrosionsschutz-, Erdungs- und Blitzschutzmaßnahmen. Zudem sind die Durchführung der erforderlichen Prüfungen - wie Druckproben, Reinigungen und zerstörungsfreie Prüfungen - sowie der Nachweis der CE-Konformität und der sicherheitstechnischen Anforderungen, unter anderem durch HAZOP, GUR und SIL, Bestandteil von Los 2. Für die Vergabeeinheit 2 ist die Errichtung einer neuen Gasleitung vorgesehen. Die geplante Trasse verläuft unter anderem im unmittelbaren Umfeld der Vollentsalzungsanlage am Standort Tiefstack. Für dieses Anlagengebäude ist ab dem Jahr 2027 eine bauliche Verlängerung durch das Anlagenmanagement vorgesehen. Um terminliche Kollisionen der Bauausführung zu vermeiden und die erforderliche Koordination der Maßnahmen sicherzustellen, muss mit der Errichtung der Gasleitung möglichst zeitnah begonnen werden. Vor diesem Hintergrund wird die Frist zur Einreichung der Teilnahmeanträge auf 15 Kalendertage verkürzt.
Anforderungen an den Bieter
Besondere Bedingungen