Ausschreibung

Bekanntmachungs-ID: acdae307-5863-4718-b058-52e88f3d1338

Finde und Verstehe Ausschreibungen 3x schneller

Erstellen Sie ein kostenloses Konto oder melden Sie sich an, um Ausschreibungen in Ihrer Liste zu speichern.

"Die KI-gestützte Suche spart uns wertvolle Zeit bei der Ausschreibungsrecherche."

CT

Christin Tech

Geschäftsführerin

Cybay New Media GmbH

Veröffentlicht
vor 1T
Heute
Fragen
in 12T
Abgabe
in 22T
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH (Eschborn)
Projektübersicht

Das Vorhaben Paz Restaurativa verfolgt das übergeordnete Ziel, staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure in Kolumbien darin zu stärken, die Prozesse der Entschädigung, Wiedergutmachung und Nicht-Wiederholung im Rahmen des Friedensabkommens wirksam umzusetzen. Dies geschieht sowohl auf nationaler Ebene als auch in vier priorisierten Regionen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Kolumbien: Norte de Santander, Meta, Caquetá und Valle del Cauca. Das Vorhaben arbeitet über drei eng miteinander verknüpfte Outputs. Output 1 fokussiert sich auf die Implementierung restaurativer Maßnahmen zwischen Opfern, Täter*innen und Dritten. Ziel ist es, die Kompetenzen staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure zu stärken, um Maßnahmen mit restaurativem Ansatz zu initiieren und durchzuführen. Diese sollen den Bedürfnissen der Opfer ebenso entsprechen wie den Möglichkeiten der Täter*innen, um einen Versöhnungsprozess zu erreichen. Output 2 konzentriert sich auf die Stärkung der Suche nach Verschwundenen. Durch eine bessere Koordination der Prozessschritte, verbesserte Verfügbarkeit von Information, stärkere Kooperation zwischen relevanten Institutionen, technische Unterstützung und die Nutzung digitaler Systeme soll die Effektivität staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure bei der Suche nach Verschwundenen erhöht werden. Dadurch sollen mehr vermisste Personen gefunden, identifiziert und ihren Angehörigen würdig übergeben werden - ein zentraler Beitrag zur Wiedergutmachung. Output 3 widmet sich der Förderung einer Friedenskultur. In den Zielregionen sollen staatliche und zivilgesellschaftliche Instrumente zur Gewalt- und Kriminalprävention gestärkt werden, mit besonderem Augenmerk auf Jugendliche und Frauen. Über die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Perspektiven auf die Geschichte des bewaffneten Konflikts, über Kompetenzaufbau in gewaltfreier Konfliktlösung sowie über präventive Ansätze in Bildungs-, Kultur- und Gemeindekontexten sollen Fähigkeiten und Alternativen für den konstruktiven Umgang mit Konflikten gestärkt werden. Die drei Outputs sind inhaltlich eng miteinander verwoben: Eine gefestigte Kultur des Friedens schafft Grundlagen für restaurative Prozesse und erleichtert Perspektivwechsel sowie die Bewältigung erlebter Gewalt. Ebenso kann die Suche nach Verschwundenen Teil restaurativer Maßnahmen werden, wenn Opfer und Täter*innen gemeinsam Informationen zu Verschwundenen bereitstellen. Restaurative Maßnahmen wiederum können Aktivitäten zur Friedenskultur beinhalten. Das Modul baut auf den Erfahrungen und Vertrauensbeziehungen der Vorgängerprojekte ProPaz I und II auf und stützt sich auf funktionierende interinstitutionelle Koordination in den bisherigen Schwerpunktregionen. Als Zielgruppe gelten Opfer und Täter*innen des bewaffneten Konflikts, darunter Personen, die vor der Sondergerichtsbarkeit für den Frieden (JEP) ausgesagt haben, sowie die Bevölkerung in den ausgewählten Regionen. Zusammenfassung der zu erbringenden Leistungen: Für das Modul Paz Restaurativa werden Leistungen mit besonderem Schwerpunkt auf die Unterstützung und Förderung der Zivilgesellschaft im Kontext der Umsetzung restaurativer Maßnahmen und Förderung einer Friedenskultur ausgeschrieben. Der Dienstleister soll zur Stärkung der zivilgesellschaftlichen Kompetenzen bei der Umsetzung von restaurativen Maßnahmen, Suchprozessen sowie in Methoden zur Friedenskultur und Gewaltprävention beitragen und damit die Zielerreichung in allen drei Arbeitsfeldern - restaurative Maßnahmen, Suche nach Verschwundenen und Förderung der Friedenskultur - wesentlich unterstützen. Die Gesamtverantwortung bleibt beim GIZ-Team, doch der Dienstleister trägt maßgeblich zu messbaren Fortschritten in den drei Outputs bei. In diesem Kontext sollen insbesondere örtliche Zuschüsse umgesetzt werden und zivilgesellschaftliche Organisationen direkt beraten werden. Der Dienstleister trägt zur Erreichung verschiedener Indikatoren auf Modul- und Output-Ebene bei. Dazu gehören u. a.: - Zahl der Personen, die durch restaurative Maßnahmen Wiedergutmachung erhalten, - Zahl der verschwundenen Personen, die ihren Familien würdig übergeben wurden, - Zahl langfristiger Maßnahmen zur Wahrheits- und Erinnerungsarbeit mit Beteiligung von Frauen, LGBTIQ+-Personen und Jugendlichen, - Zahl der sensibilisierten Personen zu Prozessen der Entschädigung, Wiedergutmachung und Nicht-Wiederholung. Auf Output-Ebene geht es u. a. um die Implementierung replizierbarer restaurativer Prozesse mit Genderperspektive, die angemessene Berücksichtigung psychosozialer Aspekte, Prozessverbesserungen bei der Suche nach Verschwundenen, neue Arbeitspläne im Rahmen des Nationalen Systems zur Suche nach Verschwundenen, die institutionelle Verankerung friedensfördernder Instrumente sowie die Beteiligung an Modellen zur Gewaltprävention. In diesem Kontext sollen zwei Arbeitspakete umgesetzt werden: Arbeitspaket 1: Zivilgesellschaftliche Teilhabe bei restaurativen Maßnahmen und Suchprozessen Der Dienstleister unterstützt die Umsetzung restaurativer Maßnahmen mit starkem Fokus auf die Zivilgesellschaft. Während die GIZ die institutionelle Zusammenarbeit mit dem Sondergericht, der Agentur für die Wiedereingliederung und Normalisierung, der Behörde für Opferentschädigung und weiteren friedensbezogenen Akteuren stärkt, übernimmt der Dienstleister die Stärkung lokaler Organisationen. Dies erfolgt über lokale Fördermechanismen, die die Beteiligung von Opfern, Täter*innen und Gemeinschaften sicherstellen und ihre jeweiligen Bedürfnisse, Interessen und Kapazitäten berücksichtigen. Der Dienstleister entwickelt geeignete Methoden für die Gestaltung und Umsetzung restaurativer Prozesse in den Gemeinden und begleitet deren Monitoring. Zudem unterstützt er Suchprozesse nach Verschwundenen durch die Stärkung von Suchorganisationen von Frauen sowie durch die Bereitstellung notwendiger technischer Ausrüstung, wie DNA-Analyse-Kits und andere Materialien zur Identifizierung von Körpern oder zur Datenverwaltung. Ziel ist eine größere Effektivität und Effizienz der Sucharbeit. Arbeitspaket 2: Friedenskultur und psychosoziale Unterstützung Hier unterstützt der Dienstleister die Erprobung und Umsetzung pädagogischer Ansätze zur Friedenskultur und Gewaltprävention. Dies umfasst bewährte Ansätze, die auf neue Regionen übertragen werden, und innovative Pilotmaßnahmen. Während die GIZ die institutionelle Verankerung in Bildungs-, Kultur- und Jugendstrukturen begleitet, identifiziert der Dienstleister geeignete Methoden, Module und Partnerorganisationen und setzt lokale Fördermechanismen zur Umsetzung ein. Wesentlich ist das aktive Einbeziehen von Jugendlichen, marginalisierten Gruppen und vulnerablen Bevölkerungsgruppen. Der Dienstleister begleitet außerdem die Wirkungsevaluierung der Maßnahmen. Darüber hinaus organisiert und steuert er psychosoziale Unterstützungsangebote, die sowohl für restaurative Maßnahmen als auch für Gewaltpräventionsprozesse relevant sind. In Cali/Valle del Cauca sollen diese Maßnahmen Synergien mit dem GIZ-Projekt Pacífico Integra erzielen, insbesondere in Bezug auf wirtschaftliche Integration von vulnerablen Gruppen.

Vorhaben Paz Restaurativa zur Stärkung staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure in Kolumbien. Fokus auf Entschädigung, Wiedergutmachung und Nicht-Wiederholung im Rahmen des Friedensabkommens. Umsetzung in vier priorisierten Regionen Kolumbiens.

Standort Projekt
COL
Finanzen
Geschätztes Honorar 1.250.000,00 €
Eignung

Anforderungen an den Bieter

  • Referenzen nach §75 Abs. 5 VgV
  • Mindestjahresumsatz nach §45 VgV

Rollenqualifikationen

  • Architekt mit Bauvorlageberechtigung
  • Ingenieur mit 5 Jahren Erfahrung
Technische Details

Besondere Bedingungen

  • Der Bieter muss in seinem Angebot darlegen, wie er in seinem Verantwortungsbereich negative Umwelt- und Klimaauswirkungen verhindern kann und darüber hinaus durch geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Umwelt- und Klimasituation beitragen kann (siehe ggf. auch die Leitlinien in Kapitel 2.5).
  • Der Bieter muss in seinem Angebot beschreiben, wie er seine Aktivität in einem von Konflikt oder Gewalt geprägten Umfeld durchzuführen gedenkt und welche spezifischen Maßnahmen ergriffen werden, um eine konflikt- und kontextsensitive Umsetzung zu gewährleisten (siehe gegebenenfalls auch die Leitlinien in Kapitel 2.5).
  • Der Bieter muss in seinem Angebot darlegen, wie er negative Auswirkungen auf die Menschenrechtssituation in seinem Zuständigkeitsbereich vermeiden kann und wie er darüber hinaus durch geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Menschenrechtssituation beitragen kann (siehe ggf. auch die Leitlinien in Kapitel 2.5).
Originaltitel: 81322599-Participación de la sociedad civil y capacidades para la paz
deen